Wuppertalbewegung e.V. veranstalte eine Benefizmusikabend in der Immanuelskirche

Viele Unterstützer, Helfer, Mitglieder und Gäste der Wuppertalbewegung e.V. kamen am letzten Samstag (3. März) zum Musikabend in die Oberbarmer Immanuelskirche. Der Abend war ein sehr schöner Abschluss der ehrenamtlichen Viaduktentholzungsaktionen und ein würdiger Rahmen für die Vorstellung einiger Unterstützer.

In der Begrüßungsrede betonte Oberbürgermeister Peter Jung sein Ziel zum NRW Tag, der im August 2008 in Wuppertal stattfindet. Ein kleines Stück der Nordbahntrasse möchte er bis dahin fertig gestellt haben und ermunterte die ehrenamtlichen Helfer sich weiterhin aktiv bei der Reaktivierung der brachliegenden Trasse als Fuß-, Rad- und Inlineskatingweg einzubringen.
Denn jede Arbeitsstunde kann mit ? 13 als Eigenmittel bei der Beantragung von Fördergeldern geltend gemacht werden.
Der Vorsitzende des Stadtverbandes der Wuppertaler Bürger- und Bezirksvereine, Prof. Dr. Baumann, unterstrich die Bedeutung des Projektes als Musterbeispiel bürgerschaftlichen Engagements in der langen Tradition der Bürger- und Bezirksvereine der Stadt Wuppertal.

Prof. Dr. Helmut Fleinghaus von der Kirchenmusikschule Herford, geboren und auch aufgewachsen in Wuppertal, spielte brillant ein technisch sehr anspruchvolles Programm. Das auch für "ungeübte Ohren" konzipiert war. Es brachte die Farben der Karl-Schucke-Orgel voll zur Geltung. Im Zentrum stand  Alains Komposition "Litanies", ursprünglich eine Studie über die Eisenbahn, also sehr passend zum Thema. Die Zuhörer bedankten sich mit einem minutenlangen Applaus und dauend erstaunten Augen lauschten die Zuhörer des Könnens der Musikanten.

Der nächste Höhepunkt des Abends waren die Einblicke, die Vertreter einiger Wuppertaler Unternehmen in ihre Motivation für die Unterstützung der Wuppertalbewegung e.V. gewährten.

Der Pressesprecher der Stadtsparkasse, Jürgen Harmke, erläuterte, dass das Projekt der Wuppertalbewegung e.V. die Verantwortlichen in vielerlei Hinsicht spontan derart überzeugt hat, dass sie sich zu der bekannten substantiellen Unterstützung von 250.000 ? über die nächsten Jahre entschlossen haben.

Dr. Josef Beutelmann, Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Versicherungen (Wuppertal), unterstrich insbesondere die gesundheitsfördernde Wirkung des gut geplanten Fuß-, Rad- und Inlineskatingweges als einen Grund des Engagements der Barmenia, für die ein derartiges "Strukturengagement" erstmalig ist. Er betonte dazu, dass die Barmenja in Wuppertal Ihren Hauptsitz hat und so der Stadt sehr stark verbunden ist.

Jürgen Hardt, Leiter Unternehmenskommunikation des Familienunternehmen Vorwerk Stiftung & Co. KG., erläuterte die Motivation von Vorwerk, sich zunächst für das unmittelbar an das Firmengelände angrenzende Trassenstück der Nordbahntrasse zu engagieren und äußerte dann die feste Hoffnung eines darüber hinausgehenden Engagements im weiteren Zeitverlauf, was von den Zuhörern begeistert aufgenommen wurde.

Kai Weber, Geschäftsführer von Westmetall, drückte seine Hoffnung aus, dass Bürger und Unternehmer die Finanzierung der Eigenmittel gemeinsam schaffen können und bekam ein starker Applaus.

Dirk Cleff, Geschäftsführer der Carl Wilhelm Cleff GmbH, schloss kraftvoll mit den Worten: "Wir sind die Nummer 35 im Tal gemessen an der Mitarbeiterzahl: Wenn sich die 34 Größeren genauso engagieren wie wir oder mehr, dann ist die Finanzierung gesichert." Herr Cleff betonte dazu, dass er der Stadt einige Meter lang und drei Meter breit von seinem Grundstückes zurückgeschenkt hat, dass er  von der Bahn mit viel Kraft und persönlichem Einsatz gekauft hat, um dort einen Fuß-, Rad- und Inlineskatingweg zubauen.

Thomas Lenz, Geschäftsführer der ARGE Wuppertal, wagte einen Blick in die Zukunft und erläuterte die Möglichkeiten einer späteren Trägerschaft des Projektes im Betrieb durch eine Einrichtung des zweiten Arbeitsmarktes. Derzeit arbeitet das Wichernhaus mit Mitteln der ARGE Wuppertal täglich an der Trasse und schneidet Meter für Meter die Strecke frei, die noch nicht entwurzelt bzw. entlaubt wurde.

Am Freitag war der Spendenstand noch bei rund 900.000 ?, wegen großzügigen Spendenzusagen von weiteren Großsponsoren, zahlreichen Meterpatenschaften von einzelnen Bürgern im Laufe des Freitag noch vor der  Benefizveranstalltung in der Immanuelskirche stieg der Spendenstand auf über 1.000.000 ? an, was alle Beteiligten, Helfer und auch Gäste mit großer Freude und Dankbarkeit gegenüber den Unterstützern aufnahmen.

Das Wuppertaler Quintett "Jazz im OHR" präsentierte sich lebhaft und mitreißend und begeisterte mit seinem breiten Repertoire nicht nur die Jazz Kenner im Publikum. Günter Borchert (Piano), Hanno Zimmerle (Bass), Jürgen Schmidt (Schlagzeug), Hans Hochreuter (Tenorsaxophon) und Dietrich Böttcher (Alt- und Baritonsaxophon) brillierten unter dem Beifall des Publikums als Gruppe aber auch mit perfekt gespielten Soli. Ihr mehr als einstündiger Auftritt verging wie im Flug und wurde zur großen Freude aller Anwesenden durch eine Zugabe gekrönt.  

Der Abend klang bei verscheidenden Getränken  und kleinen Imbiss sehr entspannend aus. Die Aktiven der Wuppertalbewegung und deren Helfer planen schon wieder weitere Pläne für nächste Aktionen, unter anderem eine Beteiligung am Piccobello Tag am 24. März.
Der Bezirksverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bergisch Land im VGLR hat sich für dieses Datum vorgenommen, alle noch zugewachsenen Restflächen der Trasse zu entholzen und freizulegen, um damit rechtzeitig zum Beginn des Frühjahrs die Trasse komplett begehbar zu machen.

Weitere Infos: www.wuppertalbewegung.de


Till Brühne


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geleistet für Wuppertal